Satzung

SATZUNG der Deutschen Evangelischen Gemeinde Toulouse

     Präambel

Der Auftrag Jesu Christi zur Verkündigung des Evangeliums ist für die Deutsche
Evangelische Gemeinde Toulouse verpflichtend.
Grundlage der Verkündigung in der Deutsche Evangelische Gemeinde Toulouse ist
das in Jesus Christus offenbar gewordene Wort Gottes, wie es in der Heiligen Schrift
Alten und Neuen Testamentes gegeben und in den altkirchlichen Bekenntnissen und
reformatorischen Bekenntnisschriften bezeugt ist.
Die Deutsche Evangelische Gemeinde Toulouse erkennt die Leuenberger Konkordie
an und wünscht in diesem Sinne, als assoziierte Kirche oder im Rahmen einer vertraglichen
Vereinbarung mit den Kirchen, welche sich zu denselben aus der Reformation
hervorgegangenen Grundsätzen bekennen, geschwisterliche Beziehungen zu
pflegen.

Artikel 1 – Name und Zweck

Am 10. November 2013 wurde von den auf der Gründungsversammlung Anwesenden
der Kultverein (Association cultuelle) mit der Bezeichnung „Deutsche Evangelische
Gemeinde Toulouse“, abgekürzt DEG Toulouse, gegründet, die den geltenden
gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere den Gesetzen vom 9. Dezember 1905
und vom 1. Januar 1901 und ihren Änderungen sowie dem Erlass vom 16. März
1906, unterliegt.
Die DEG Toulouse verfolgt den Zweck, die Feier deutschsprachiger evangelischer
Gottesdienste und die Wahrnehmung des kirchlichen Dienstes an evangelischen
Christen deutscher Sprache zu gewährleisten.

Artikel 2 – Sitz des Vereins

Der Sitz des Vereins ist in Toulouse, im Département Haute-Garonne. Der Sitz des
Vereins kann durch einfachen Beschluss des Kirchenvorstandes innerhalb des Einzugsbereichs
(circonscription) verlegt werden. Der Einzugsbereich erstreckt sich auf
die Regionen Aquitaine, Midi-Pyrénées und Languedoc- Roussillon.
Artikel 3
Dauerhaftigkeit der Vereinstätigkeit
Die Gründung des Vereins erfolgt auf unbefristete Dauer.

Artikel 4 – Mitgliedschaft

(1) Der Verein hat mindestens 25 Mitglieder. Mitglieder des Vereins können alle getauften
Christen sein, die sich an den Aktivitäten der Deutschsprachigen Evangelische
Gemeinde Toulouse beteiligen und sich ihren Zielen verbunden fühlen und im
Einzugsbereich wohnen. Der Kirchenvorstand führt die Liste der Mitglieder, die beantragt
haben, in der Mitgliederliste eingetragen zu werden und deren Mitgliedschaft
vom Kirchenvorstand nicht abgelehnt wurde. Die Liste der Mitglieder beinhaltet deren
Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Anschrift und Datum der Eintragung in die Liste.
Sie wird vom Kirchenvorstand auf dem Laufenden gehalten und jährlich überprüft.

Artikel 5 – Einnahmen

Die Mittel des Vereins sind alle Einnahmen, die durch das Gesetz vom 09. Dezember
1905 zugelassen sind.
Durch den Beitritt zur DEG Toulouse verpflichtet sich jedes Mitglied zur Einhaltung
der Geschäftsordnung der Gemeinde und zur Leistung eines finanziellen Beitrags
zum Fortbestand der DEG Toulouse.

Artikel 6 – Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft im Verein endet durch
– Wegzug aus dem Einzugsgebiet der Gemeinde
– Austritt
– Tod
– Streichung von der Mitgliederliste auf Beschluss des Kirchenvorstandes.
Artikel 7
Organe des Vereins und Haftung
Organe des Vereins sind
a) der Kirchenvorstand (conseil presbytéral)
b) die Mitgliederversammlung (assemblée générale)
Die DEG Toulouse haftet ausschließlich mit ihrem Vermögen. Die Mitglieder der DEG
Toulouse oder die Mitglieder des Kirchenvorstandes sind nicht persönlich haftbar.

Artikel 8 – Kirchenvorstand

(1) Der Kirchenvorstand besteht aus dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin und sechs bis
zwölf weiteren volljährigen Mitgliedern. Er wählt aus seiner Mitte die Geschäftsführung
(bureau) bestehend aus einem oder einer Vorsitzenden, einem Stellvertreter
oder einer Stellvertreterin, einem Schriftführer oder einer Schriftführerin sowie einem
Schatzmeister oder einer Schatzmeisterin.
(2) Die Wahl des Kirchenvorstandes erfolgt durch die Mitgliederversammlung. Die
Amtszeit beträgt zwei Jahre.
(3) Der Kirchenvorstand kann, falls er es als erforderlich erachtet, den Text einer Geschäftsordnung
(règlement intérieur) erlassen, in dem die Einzelheiten zur Ausführung
dieser Satzung bestimmt werden.
Diese Geschäftsordnung sowie gegebenenfalls ihre Änderungen werden der Mitgliederversammlung
zur Genehmigung vorgelegt.

Artikel 9 – Mitgliederversammlung

(1) In der Mitgliederversammlung sind alle Mitglieder des Vereins, die konfirmiert sind
oder das 18. Lebensjahr vollendet haben, mit je einer Stimme vertreten.
(2) Die Mitgliederversammlung tritt bei Bedarf, mindestens einmal jährlich zusammen.
Sie wird vom Kirchenvorstand einberufen, der die Tagesordnung festsetzt und
mindestens zehn Tage vorher dazu schriftlich per Briefpost oder elektronisch einlädt.
(3) Die Geschäftsführung der Mitgliederversammlung ist die des Kirchenvorstandes.
Die Mitgliederversammlung bestimmt gegebenenfalls Wahlhelfer.
(4) Die Mitgliederversammlung hat insbesondere die Aufgabe, den Kirchenvorstand
zu wählen, Berichte des Kirchenvorstands entgegenzunehmen, über die interne Geschäftsordnung
zu entscheiden und den jährlichen Haushalt des Kultvereins zu verabschieden.
(5) Die Beschlüsse werden durch absolute Mehrheit der anwesenden oder in der
Versammlung vertretenen Gemeindemitglieder gefasst. Zur Ausübung des Stimmrechts
kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Es darf nicht mehr
als eine fremde Stimme vertreten werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Tagung
der Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen.

Artikel 10 – Außerordentliche Mitgliederversammlung

(1) Eine Mitgliederversammlung ist außerordentlich, wenn sie über eine Satzungsänderung
oder die Auflösung des Vereins entscheidet. Sie muss vom Kirchenvorstand
unter den in Artikel 9 Abs. 2 beschriebenen Formalitäten als solche einberufen werden.
(2) Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung müssen mindestens zwei
Drittel der Gemeindemitglieder anwesend oder vertreten sein. Für Beschlüsse ist eine
Stimmenmehrheit von zwei Drittel erforderlich.
(3) Der Kirchenvorstand muss eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen,
wenn diese Einberufung von mindestens einem Viertel der Gemeindemitglieder
beantragt wird.

Artikel 11 – Auflösung des Vereins

(1) Die Liquidation erfolgt durch den Kirchenvorstand.
(2) Das Vereinsvermögen fällt an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) oder
an einen Verein mit ähnlicher Zielsetzung wie der des aufgelösten Vereins.

Diese Satzung wurde von der Gründungsversammlung am 10. November 2013 beschlossen. Die Veröffentlichung der Anerkennung als association cultuelle nach französischem Recht erfolgte am 28.12.2013 durch die Direction de l’information légale et administrative in Paris.