Fastenwoche

In den letzten Jahren haben wir im Februar oder März jeweils zu einer begleiteten Fastenwoche eingeladen. Fasten hat eine große Tradition in vielen Kulturen und Religionen. Fasten ist eine Gelegenheit, Körper und Seele zu reinigen, innere Balance zu finden und hat eine gesundheitsfördernde Wirkung. Wir verzichten fünf Tage auf feste Nahrung. Es wird aber ausreichend getrunken. Die meisten staunen, wie gut es geht, überhaupt nicht zu essen. Es ist viel leichter, als wenig zu essen, da die gesamte Verdauung und in der Regel damit auch das Hungergefühl zur Ruhe kommen. Am Anfang steht ein Entlastungstag, an dem nur noch ballaststoffreiche Kost gegessen werden sollte. Dann wird fünf Tage gefastet. Am Ende sind drei Tage für den Kostaufbau vorgesehen. Alles in allem muss man also eine reichliche Woche einplanen.
Eine Einführung in die Fastenwoche gibt es in diesem Jahr am Dienstag, den 28. Februar 2017 um 20 Uhr im Pfarrhaus in Cornebarrieu.
Das Fasten sollte am darauffolgenden Samstag (4.3.) mit dem Entlastungstag beginnen. Von Sonntag bis Freitag bieten wir dann an jedem Abend um 19 Uhr für etwa eine dreiviertel Stunde ein Treffen im Pfarrhaus an. Das gibt die Möglichkeit, die konkreten Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu klären, sich gegenseitig zu stärken und einem spirituellen Impuls zu folgen. Diese Treffen sind nicht verpflichtend, aber oft sehr hilfreich.
Ein guter Leitfaden für solch eine Fastenwoche zu Hause ist das Buch von Dr. med. Helmut Lützner, einem sehr erfahrenen Fastenarzt, „Wie neugeboren durch Fasten“.
Fasten ist auch in der Berufstätigkeit möglich. Deshalb starten wir an einem Wochenende, damit Körper und Seele Zeit für die Umstellung haben.
Nicht fasten (bzw. nur ärztlich begleitet in einer Fastenklinik) sollten Menschen, die
– nach der Auseinandersetzung mit dem Thema große Bedenken behalten
– in einer länger andauernden schwermütigen Verfassung sind
– nach einer Krankheit oder beruflich bedingt sich tief erschöpft fühlen
– regelmäßig Medikamente einnehmen müssen
– chronische Erkrankungen haben.

7_Wochen_ohne_LogoDennoch sind für davon Betroffene tiefe Erfahrungen durch Teilfasten möglich, wie es die Aktion „7 Wochen Ohne“ anregt: www.7-wochen-ohne.de.
„7 Wochen Ohne“ will Menschen einladen
– eingeschliffene Alltagsgewohnheiten zu überdenken,
– eine Zeit auf lieb gewonnene „Sünden“, wie z.B. Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten zu verzichten,
– zu klären, was Lebensqualität ausmacht,
– Platz zu schaffen für Veränderungen,
– neue Perspektiven zu entwickeln,
– durch Konsumverzicht Solidarität mit Benachteiligten zu zeigen.
Weniger ist mehr. 7 Wochen OHNE sind auch 7 Wochen MIT.
Wo Verzicht ist, ist Platz für Neues.

Die Fastenaktion gilt in Deutschland mit jährlich mehr als 2 Millionen Teilnehmern als bekannteste kirchliche Aktion nach der Aktion „Brot für die Welt“.